Osterturnier beim JC Eberswalde

19. April 2016

Alle Schwedter Judokas mit Medaillen

 

    
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Am zurückliegenden Wochenende lud der Eberswalder Judoclub zum internationalen Osterturnier ein.

Knapp einhundert Kämpfer aus Templin, Angermünde, Berlin, Frankfurt/Oder, Fürstenwalde, Wriezen Tschechien und Polen trafen sich in Eberswalde, um vor dem Osterfest die besten Kämpfer der Alterklassen 9, 11 und 13 zu ermitteln.

Obwohl die Schwedter Judokas mitten in den Vorbereitungen zur Gürtelprüfung stecken, die in den kommenden Tagen stattfindet, ließen wir uns dieses Turnier nicht entgehen.

Und das Trainerteam um Andre Kielack traf die richtige Entscheidung: sieben erfolgreiche Starter verteilten sich auf 2x Gold, 3x Silber und 2x Bronze.

Beginnend mit Robert Bröske in der Alterklasse bis 9 Jahre setzte sich die Erfolgsserie der Schwedter Judokas durch. Robert konnte alle drei Kämpfe vorzeitig beenden und bewies gerade im Weiterführen seiner Wurftechniken am Boden großes Geschick, den Gegner zur Aufgabe zu zwingen.

In der Altersklasse bis 11 Jahre behaupteten sich Tim Werth und Jakob Gröschel gegen die starke Konkurrenz. Beide mussten in ihren ersten Kämpfen als Verlierer von der Matte gehen, steigerten sich jedoch dann, um letztlich die Bronzemedaille zu erringen. Tim Werth bestritt seinen Kämpfe souverän, trotz einer schmerzhaften Verletzung an seiner rechten Hand, mit welcher er bereits zum Turnier anreiste. Nach gutem Zureden und einer Behandlung mit dem Eisbeutel zwischen den Kämpfen, arbeitete er sich verbissen weiter.

Große Erwartungen bestanden natürlich auch an die Kämpfer der Alterklasse bis 13 Jahre. Paul Werth, Bela Kasch, Patryk Ostaszewski und Paul Stephanek – allesamt wettkampferfahrene Judokas des Schwedter Vereins.

Bela Kasch und Paul Werth behaupteten sich mit Durchsetzungsvermögen, insbesondere in den Haltetechniken beim Übergang vom Stand- in den Bodenarbeit. Schön für die Trainer war festzustellen, dass das Prinzip der Gleichgewichtsbrechung in der Standtechnik von beiden verstanden und umgesetzt wurde. Die Schwedter verließen sich auf ihr Bewegungsgefühl und konnten geschickt Aktionen der Gegner durch Ausweichen in Wurftechniken umwandeln. Ein Aha-Erlebnis, dass beweist, wie wichtig es ist, sich auf sein Köpergefühl zu verlassen und Judo wie selbstverständlich anzuwenden.

Patryk Ostaszewski konnte im ersten Kampf noch nicht zu seiner eigentlich Form finden. Zu sehr war sein Wille damit beschäftigt, alles richtig zu machen. Das eigene Körpergefühl und das Einlassen auf den Gegner, um mit Selbstvertrauen kurz entschlossen das Richtige zu tun, wurden durch die Anspannung völlig verdrängt. Ja man kann sagen, den ersten Kampf bestritt nicht Patryk, es wirkte, als würde da ein Anfänger stehen, der seine ersten Schritte im Judo wagt.

Um so besser, dass Patryk Ostaszewski in der nun folgenden Pause nach gutem Zureden aufgebaut werden konnte und er die nachfolgenden Kämpfe souverän vorzeitig für sich entschied.

Glücklicherweise sicherte er sich dank seines ausgezeichneten Reagierens nach dem zu Boden werfen und der sofortigen Kontrolle seiner Gegner auf der die dritte Silbermedaille der Schwedter.

Letzter Schwedter war Paul Stephanek in der schweren Gewichtsklasse. Viele taktische Absprachen erfolgten vor dem ersten Kampf . Begleitet von guten Wünschen musste er seinen ersten Kampf gegen einen Angermünder Konkurrenten bestreiten. Als glücklicher Zug erwies sich, dass Paul immer wieder angehalten wurde, seine Gegner vor seinen Kämpfen im Verhalten zu beobachten. So wurde hier schnell ein Entschluss gefasst, wie der erste Kontrahent besiegt werden konnte. Mit einem Wurf nach Hinten durch Überlaufen und anschließender Festhaltetechnik gewann Paul Stephaneck seinen ersten Kampf und somit genug Selbstvertrauen für die kommenden Begegnungen.

Im entscheidenden und letzten Kampf stand Paul einem untersetzten, kompakten und agilen Kämpfer aus Trutnov (Tschechische Republik) gegenüber. Immer wieder setzten wir uns an den Matterand und studierten den Kämpfer zuvor, um ein erfolgreiches Konzept zu entwickeln. Der Tscheche aus Trutnov dominierte immer wieder durch schnelles Eindrehen. Es galt ihn zu blocken und nach Hinten auszuheben oder ihn im Vorfeld mit einer Fußfegetechnik zu attackieren.

Letztlich nutzte Paul einen Fehltritt seines Gegners beim Eindrehen, um ihn auf die Knie zu bringen und übernahm schnell diese Position mit einem gerollten Armstreckhebel, der ihm die Goldmedaille einbrachte.

Voller Stolz und erschöpft konnten wir nun nach sieben Stunden Wettkampftrubel den Heimweg antreten und danken an dieser Stelle allen Unterstützern und Begleitern, die uns die Teilnahme an solchen Wettkämpfen ermöglichen.

 

 

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